Bei der Projekt Planung und Montage sind diverse Schritte notwendig, um eine reibungslose und störungsfreie Lösung zu erreichen. Nachfolgend finden Sie die einzelnen Punkte, welche wir bei jeder Richtfunk Strecke durchgehen, um für Sie ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Virtuelles Site Survey

Beim virtuellen Site Survey wird mit Hilfe von Geo- und Bilddatenbanken vorab die generelle Machbarkeit von Richtfunkstrecken geprüft. Eventuelle Störzonen bzw. Beeinträchtigungen für die dann zum Tragen kommende Fresnel-Zone werden so bereits im Vorfeld berechnet und dokumentiert. Nachfolgend sehen sie ein Beispiel für ein virtuelles Site Survey.

Virtuelles Site Survey 1 Projekt Planung und Montage Aufgrund des Wohnegebiets am Anfang der Strecke im Bereich bis ca. 700m und der dortigen Bebauung sollte der Montagepunkt in Maxdorf eine Mindesthöhe von 20m haben. Wenn die Bäume bei 1,4km ebenfalls komplett aus der Fresnelzone heraus gerechnet werden sollen, muss die Montage ca. 26m betragen.
Virtuelles Site Survey 2 Projekt Planung und Montage Anmerkung: Durch Höhenzug bei ca. 1,9km ist keine direkte Sichtverbindung möglich.
Virtuelles Site Survey 3 Projekt Planung und Montage Eine berechnete Sichtverbindung mit 4m Reserve im Bereich des Höhenzugs ist erst ab einer Montagehöhe von ca. 30m über Grund realisierbar.

Prüfung eventueller Mitbenutzerabstimmung

Hier wird mittels Zugriff auf die Datenbanken bei der Bundesnetzagentur im Vorfeld geprüft, ob eine vorhandene Funkinstallation vorhanden ist. Daraus ergibt sich dann die eventuelle Notwendigkeit einer Mitbenutzerabstimmung. Diese ist mit allen Mobilfunknetzbetreibern, wie Vodafone, e-plus, O2, Telefonica oder der Deutschen Telekom, gängige Praxis. Nachfolgend sehen Sie, eine Karte aus der Datenbank und wie ein Antrag auf Mitbenutzung aussehen könnte.

Prüfung eventueller Mitbenutzerabstimmung Karte Projekt Planung und Montage Prüfung eventueller Mitbenutzerabstimmung Antrag Projekt Planung und Montage

Site Survey

Beim Site Survey werden alle für die Planung und Ausführung relevanten Standortinformationen wie Betriebsraum, Stromversorgung, Aufstellungs-möglichkeiten für Inneneinheiten, Verteiler und Schnittstellen zu anderen Netzwerkelementen, Kabelwege, Erdungsmöglichkeiten, etc. aufgenommen.

  • Festlegen des genauen Antennenstandortes
  • Definieren von Hilfszielen für das spätere Ausrichten der Antennen (wichtig vor allem bei größeren Streckenlängen)
  • Erfassen aller Daten für das Beantragen einer Standortbescheinigung gemäß BEMFV
  • Bestimmung der erforderlichen bauseitigen Voraussetzungen (Montagerohr, Blitzschutz, Kabeleinführung, Kabelwege usw.)
  • Prüfen auf Hindernisse im Antennen Nahfeld, eventuell LOS-Test (dieser ist im Kurzstreckenbereich, vor allem über dicht bebautem Gebiet meist unumgänglich)
Site Survey Projekt Planung und Montage

 

Path Survey

Beim Path Survey wird die geplante Sichtverbindung geprüft. Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel, wie Path Survey bei noch nicht vorhandenen Standorten mittels Arbeitbühnen, einer Drohne und hochauflösendem Höhenmesser, sowie mittels Helium Ballon bis zu 3 Metern Durchmesser geprüft wird.

Path Survey Hebebühne 1 Projekt Planung und Montage Path Survey Hebebühne 2 Projekt Planung und Montage
Path Survey Drohne Projekt Planung und Montage Path Survey Ballon Projekt Planung und Montage

Generell wird nicht nur die Prüfung der Sichtverbindung für die geplante(n) Richtfunkstrecke(n) vorgenommen, sondern mittels einem hochauflösenden 360° Panorama Bildes die nachträgliche Prüfung von evtl. weiteren Strecken erleichtert. Weiterhin werden hier ebenfalls die Sichtverbindungen zu anderen in Frage kommenden Funkstationen dokumentiert.

Weitere Tätigkeiten im Rahmen des Path Survey:

  • Überprüfen auf mögliche Hindernisse im Funkfeld sowie deren exakte Vermessung
  • Überprüfen auf Quellen für mögliche sekundäre Reflexionen
  • Überprüfen des Gebietes um den berechneten Reflexionspunkt bezüglich Oberfläche, Feuchtigkeit, Bauwerke und Vegetation, einschließlich, Vermessen von Hindernissen
  • überprüfen auf bauliche Aktivitäten, die in der Zukunft ein Hindernis bilden könnten
  • Ermitteln aller ausbreitungsrelevanter Daten
  • Endgültige Berechnung der Übertragungsqualität
  • Endgültige Bestimmung der optimalen Antennenkonfiguration
  • Frequenzplanung und Interferenzanalyse